Tofu-Saté-Spieße mit Reisnudeln und eingelegten Gurken

Bei Saté denken viele wahrscheinlich zuerst an Erdnusssoße, aber eigentlich sind Saté marinierte Fleischspieße, die ursprünglich aus Indonesien stammen und heute in vielen Ländern Südostasiens beliebt sind. Sie werden über Feuer gegrillt und mit verschiedenen Soßen, Relishes und Reis serviert. In Thailand gehören dazu zum Beispiel eine kräftige Kokos-Marinade, eine würzige Erdnusssoße und ein süß-saures Gurkenrelish namens Ajaad.

Ich habe Saté tatsächlich nie mit Fleisch, sondern immer nur als Tofu-Spieß gegessen. Und die Spieße und Soße haben mir so gut geschmeckt, dass ich daraus nach und nach ein komplettes Abendessen gebastelt habe. Und weil man zum Feierabend nun mal oft weniger Zeit hat, bin ich mittlerweile bei einer Abkürzung gelandet, die in nur 30 Minuten auf dem Tisch steht. Daher möchte ich hier ausdrücklich sagen: Das hier ist kein authentisches Rezept und ich habe auch nicht versucht, Saté in irgendeiner Form zu „optimieren“. Seht es eher als eine schnelle, vegane Variante inspiriert vom Original.

Was bleibt und wo gehe ich eine Abkürzung?

Zunächst einmal: Für ein klassisches Rezept könnt ihr euch beispielsweise dieses Rezept von Pailin Chongchitnant von Hot Thai Kitchen anschauen. Das Thai-Gurkenrelish habe ich unter anderem durch dieses Rezept von Cooking with Nart kennengelernt.

Aus dem klassischen Gericht übernehmen wir heute im Prinzip drei Komponenten:

  • die gewürzten Spieße

  • die kräftige Erdnusssoße

  • das süß-saures Gurkenrelish

In vielen thailändischen Rezepten werden die Fleischspieße längere Zeit mariniert und über Holzkohle gegrillt, die Erdnusssoße wird aus ganzen oder grob gemahlenen Erdnüssen gekocht, und das Ajaad macht man mit einer aufgekochte Zucker-Essig-Lake. In meiner Schnellen-Abendessen-Variante habe ich daher diese vier Schritte abgekürzt und abgewandelt:

  • der Tofu wird nur kurz mit einer Mischung aus Kokosmilch, Sojasoße, Knoblauch, Ingwer und Gewürzen vermengt und danach als Spieß in der Pfanne angebraten

  • die Erdnusssoße besteht aus wenigen Zutaten (inklusive stückiger Erdnussbutter) und muss nur vermengt und erwärmt werden

  • die Gurken werden unter anderem mit Limettensaft, Reisessig, und Salz schnell eingelegt, ohne extra Sirup für ein Relish zu kochen

  • dazu kommen Reisnudeln statt Reis, weil sie eine kürzere Kochzeit haben

Was wäre, wenn ihr mehr Zeit habt?

Wenn ihr euch dem Original weiter annähern wollt, könnt ihr zum Beispiel den Tofu länger marinieren, die Spieße auf dem Grill statt in der Pfanne zubereiten und für die Soße tatsächlich ganze Erdnüsse rösten und mahlen. Für das Gurkenrelish könntet ihr die Essig-Zucker-Lake aufkochen, abkühlen lassen und damit die Gurken, Schalotten und Chilis über mehrere Stunden durchziehen lassen. Und statt Reisnudeln wäre Reis die traditionelle Beilage.

Aber egal, ob ihr euch für die schnelle oder eher klassische Variante entscheidet: Zum Glück schmeckt’s in beiden Fällen!

R1064 Tofu-Saté-Spieße mit Reisnudeln und eingelegten Gurken
R1064 Tofu-Saté-Spieße mit Reisnudeln und eingelegten Gurken

Tofu-Saté-Spieße mit Reisnudeln und eingelegten Gurken

2 Portionen
30 Minuten

Zutaten

Für den Tofu:

  • 400 g Tofu
  • 3 EL Kokosmilch aus der Dose
  • 2 EL Sojasoße
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 20 g frischer Ingwer
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 0.5 TL gemahlene Kurkuma
  • 0.5 TL Cayennepfeffer
  • 0.5 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL Curry
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • Holz- oder Metallspieße
  • Pflanzenöl zum Braten

Für die Soße:

  • 400 ml Kokosmilch aus der Dose
  • 1 EL rote Thai Currypaste
  • 4 EL stückige Erdnussbutter
  • 2 EL Sojasoße (optional glutenfreie Sojasoße)
  • Agavendicksaft

Für die eingelegten Gurken:

  • 1 Gurke
  • 2 Schalotten
  • 3 Thai Chilis
  • 1 EL Agavendicksaft (oder Zucker)
  • 1 Limette (Saft)
  • 1 EL Reisessig
  • Salz

Zum Servieren:

  • Reisnudeln
  • Sesam
  • gehackte Erdnüsse
  • Limette

Zubereitung

  1. Zuerst die Gurken einlegen. Dafür die Gurke und Schalotten halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Thai Chilis vorsichtig in dünne Scheiben schneiden. Alles zusammen in eine kleine Schüssel geben, zusammen mit Agavendicksaft, Limettensaft, Reisessig und Salz. Mit den Händen alles kurz massieren, damit sich alles gut vermengt und dann bis zum Servieren stehen lassen. Nach diesem Schritt die Hände gründlich waschen, damit ihr euch nicht aus Versehen Chili-Spuren in die Augen reibt.

  2. Den Tofu in größere Würfel schneiden. In einer Schüssel Kokosmilch, Sojasoße, geriebenen Knoblauch und Ingwer und alle Gewürze zu einer dicken Soße verrühren. Die Tofuwürfel dazugeben und gut vermengen. Danach immer mehrere Tofuwürfel auf Spieße stechen. Die übrig gebliebene Würzsoße nicht wegwerfen.

  3. Pflanzenöl in einer großen Pfanne erwärmen und die Tofu-Würfel von allen Seiten anbraten. Während des Bratens immer wieder mit der restlichen dicken Soße bestreichen.

  4. Parallel dazu für die Soße Kokosmilch aus der Dose, rote Currypaste, stückige Erdnussbutter und Sojasoße in einem kleinen Topf verrühren und erwärmen. Mit Agavendicksaft abschmecken und alles bei kleiner Hitze köcheln lassen.

  5. Die Reisnudeln nach Packungsanleitung zubereiten.

  6. Die gekochten Reisnudeln direkt mit der Soße vermengen und auf den Serviertellern verteilen. Mit Sesam und gehackten Erdnüssen toppen und mit den Tofuspießen, eingelegten Gurken und ein paar extra Limettenspalten servieren.

R1064 Tofu-Saté-Spieße mit Reisnudeln und eingelegten Gurken
R1064 Tofu-Saté-Spieße mit Reisnudeln und eingelegten Gurken
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