Veganer Fantakuchen mit Schmand-Mandarinen-Creme
Wenn wir über Kuchen sprechen, landen wir erstaunlich schnell bei Schulhöfen, Kuchenbasaren und laminierten Zetteln, auf denen stand, wer was mitbringt. In diesen Erinnerungen gibt es immer ein paar Klassiker: Marmorkuchen, Muffins, irgendwas mit Schokostreuseln – und für einige von uns ganz klar Fantakuchen.
Für mich war dieser Kuchen ein Muss auf meinen Kindergeburtstagen. Und wenn der Name des Kuchens nicht schon Interesse bei meinen Freund*innen geweckt hat, dann hat spätestens die Mischung aus fluffigem Boden, frischer Creme und süßen Früchten die ganze Meute zufriedengestellt. Entweder ihr werft euch also einmal zurück in eure Kindheitserinnerungen oder ihr lernt einen Kuchen kennen, der für viele von uns nach Luftballons, Papierservietten und klebrigen Fingern schmeckt.
Warum steckt Orangenlimo im Teig?
Die Frage liegt natürlich nah: Wer kam überhaupt auf die Idee, Orangenlimonade in einen Kuchenteig zu kippen? Wir wissen es auch nicht, aber sie sorgt für einen besonders fluffigen, weichen und leicht süßen Teig. Wirklich intensiv schmeckt ihr die Orangenlimonade später nicht heraus, aber aus Nostalgiegründen behalten wir das Rezept genau so bei. Und keine Sorge: Ihr könnt natürlich jede Marke verwenden, die ihr möchtet.
Passen Mandarinen oder Pfirsiche besser?
Wenn ihr nach Fantakuchen googelt oder in alten Backbüchern blättert, findet ihr beide Versionen – mit Mandarinen oder mit Pfirsichen. In unserem Kochbuch „Deutsche Küche Vegan“ haben wir uns für Pfirsiche entschieden, ich liiiebe aber den Geschmack von Mandarinen aus meiner Kindheit, daher sind wir für dieses Rezept bei Mandarinen gelandet. Praktisch ist außerdem, dass ihr sie nicht klein schneiden müsst, sondern einfach direkt unter die Creme heben könnt. Heißt: Wir können beide Optionen empfehlen und ihr könnt ganz nach Gusto entscheiden.
In welcher Form backe ich den Kuchen am besten?
Für unser Rezept haben wir ein kleines tiefes Blech (25 x 20 Zentimeter) verwendet. Wenn ihr die Höhe des Kuchens flexibel halten wollt oder eure Form nicht ganz passt, können wir euch einen Backrahmen empfehlen – also quasi einen rechteckigen Tortenring für Blechkuchen. Mit ihm könnt ihr die Schmand-Sahne-Creme entspannt auf dem Boden verteilen, ohne euch um die Ränder zu kümmern. Für eine große Runde verdoppelt ihr die Menge einfach und backt den Kuchen auf einem Standardblech.
Kann man den Kuchen gut vorbereiten?
Den Rührteig könnt ihr problemlos schon am Vortag backen und vollständig auskühlen lassen. Die Schmand-Sahne-Mandarinen-Masse bereitet ihr am besten am Tag des Verzehrs zu oder lagert sie für ein paar Stunden im Kühlschrank, bevor ihr sie auf dem Boden verteilt. Den fertigen Kuchen könnt ihr im Kühlschrank aufbewahren und in den nächsten Tagen Stück für Stück aufessen – bei uns hat er auch nach zwei bis drei Tagen noch super geschmeckt.
Ihr sucht weitere vegane Kuchen für Partys oder Geburtstage?
Dann möchten wir euch unseren gedeckten Apfelkuchen, veganen Zupfkuchen oder veganen Erdbeerkuchen mit Vanillecreme vorstellen. Alle drei vom Blech und perfekt, um größere Gruppen happy zu machen.
Veganer Fantakuchen mit Schmand-Mandarinen-Creme
Zutaten
Für den Teig:
- 225 g Weizenmehl (Type 405)
- 150 g Zucker
- 8 g (1.5 TL) Vanillezucker
- 8 g (1.5 TL) Backpulver
- 1 Prise Salz
- 50 ml neutrales Pflanzenöl
- 150 ml Orangenlimonade
Für die Schmand-Sahne-Creme:
- 250 ml vegane Sahne zum Aufschlagen
- 8 g (2 TL) Sahnesteif
- 8 g (1.5 TL) Vanillezucker
- 350 g Mandarinen oder Pfirsiche aus der Dose (Abtropfgewicht)
- 300 g vegane Crème fraîche
Für das Topping:
- 2 EL Zucker
- 1 TL Zimt
Außerdem:
- vegane Butter zum Einfetten
- Mehl zum Ausklopfen
Zubereitung
Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und eine Prise Salz verrühren. Anschließend das Öl und die Orangenlimonade hinzugeben und nur noch kurz verrühren, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist.
Eine Kuchenform (circa 25 x 20 Zentimeter) einfetten und mit Mehl ausklopfen oder alternativ mit Backpapier auslegen. Den Teig hineingeben und auf mittlerer Schiene circa 30 Minuten lang bei 180 °C (Umluft) backen. Mit einem Holzspieß testen, ob der Teig durchgebacken ist. Anschließend abkühlen lassen.
Die vegane Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steifschlagen. Die Dosenmandarinen in einem Sieb gut abtropfen lassen. Den Crème fraîche mit den Früchten vermengen und dann vorsichtig die geschlagene Sahne unterheben.
Die Creme auf dem abgekühlten Kuchenboden verteilen und nochmal mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Vor dem Servieren mit Zimt und Zucker bestreuen.
