Vegane Tantan Ramen mit veganem Ei

Wünsch Dir Was: In unserer Serie „Wünsch dir was“ entwickeln wir Rezepte, die ihr euch von uns gewünscht habt. Egal ob vegane Schokobons, Arme Ritter oder vegane Mettbrötchen. Du hast auch ein Wunschrezept? Dann schick uns eine Mail an hello@zuckerjagdwurst.com. Bis dahin findest du alle bisherigen Wunschrezepte hier.

Unsere Kategorie „Wünsch dir was“ ist zurück mit einem neuen Rezept! Obwohl es in dieser Kategorie darum geht, eure Lieblingsrezepte zu veganisieren, kommt es uns fast so vor, als wäre dieses Rezept unser eigener Wunsch gewesen. Also Bühne frei für unser neues Rezept.

Eure Ramen-Liebe ist zu groß für euren Geldbeutel, das nächste Ramen-Restaurant zu weit weg oder ihr liebt es einfach, zu kochen? Dann seid ihr hier genau richtig, denn wir zeigen euch heute unsere vegane Version der bekannten Tantan Ramen.

Tantan Ramen ist keine Ramen im klassischen Sinne, vielmehr ist sie die japanische Adaption der chinesischen Dan Dan Nudeln (Quelle). Die Grundlage bildet eine würzige Paste aus Sesam und Chili-Öl. Zu den Toppings gehören üblicherweise Hack, Chili, Sesam und Frühlingszwiebeln. Die Zubereitung ist super einfach und perfekt für Schnippel-Faule, da das Rezept quasi ohne Messer-Einsatz auskommt. Da die Suppe jedoch aus relativ vielen Bestandteilen besteht, fangen wir am besten von vorne an und gehen alles einmal durch.

Die Suppenbasis:
Das Besondere an dieser Suppe ist, dass sie nicht aus einer Brühe besteht, sondern aus einer Gewürzpaste, die erst kurz vor dem Servieren in der Schale mit einer Mischung aus Brühe und pflanzlicher Milch aufgegossen wird. Die Gewürzpaste besteht traditionell aus Sesampaste und Chili. Wir verwenden hierfür am liebsten Tahin und Chili Crisp, aber auch jede andere Chilisoße erfüllt den Zweck.

Die Brühe:
Für den perfekten Umami-Geschmack stellen wir eine Brühe aus Wasser und getrockneten Shiitake-Pilzen her. Diese wird kurz vor dem Servieren mit pflanzlicher Milch aufgegossen und erneut erhitzt. Sie sollte nach Zugabe der Milch jedoch nicht mehr zum Kochen gebracht werden, da es sein kann, dass Milch und Brühe sich sonst wieder trennen.

Das Protein (aka veganes Hack):
Wir tauschen das traditionell verwendete Schweine-Hack einfach durch veganes „frisches“ Hack aus dem Supermarkt aus, aber auch Sojagranulat oder zerbröselter Tofu eignen sich gut. Das Ganze wird anschließend angebraten und mit verschiedenen Gewürzen abgeschmeckt. Auch hier kommt wieder Chilisoße zum Einsatz. Wir verwenden am liebsten die säuerliche, süß-scharfe Spicy Bean Sauce, die ihr im Asiamarkt oder in gut sortierten Supermärkten bekommt. Aber auch andere Chilisoßen erfüllen den Zweck.

Die Toppings:
Bei den Toppings seid ihr komplett frei. Wir essen die Suppe am liebsten mit Mais, Spinat, veganem Ei, Sesam und Chili Crisp (einem crunchy Chili-Öl aus dem Asiamarkt), aber eigentlich eignet sich gefühlt so ziemlich jedes Gemüse.

Das vegane Ei:
Das Ei ist wohl das Kniffligste an der ganzen Sache. Ihr solltet mit den Vorbereitungen mindestens eine halbe Stunde oder sogar am Abend vorher anfangen, da die Eier für mindestens eine Stunde im Kühlschrank aushärten müssen. Habt ihr aber erst einmal alle Zutaten zusammen (das meiste hierfür bekommt ihr im Biomarkt), ist die Zubereitung ein Kinderspiel. Also probiert es auf jeden Fall aus! Wenn ihr direkt ein paar mehr Eier zubereitet, könntet ihr euch z. B. am nächsten Tag direkt noch eine Portion Senfeier genehmigen.

R872 - Wunschrezept: Vegane Ramen
R872 - Wunschrezept: Vegane Ramen
R872 - Wunschrezept: Vegane Ramen
R872 - Wunschrezept: Vegane Ramen

Vegane Tantan Ramen mit veganem Ei

2 Portionen
45 Minuten + 1,25 Stunden für das vegane Ei (optional)

Zutaten

Für das vegane Ei (optional):

  • 150 g Seidentofu
  • 3 EL pflanzliche Sahne
  • 2 EL Kichererbsenmehl
  • 1 TL helle Misopaste
  • 4 TL Agar Agar
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 EL geschmolzene vegane Butter
  • Kala Namak nach Geschmack

Für die Brühe:

  • 700 ml Wasser
  • 25 g Shiitake Pilze (getrocknet)
  • 500 ml pflanzliche Milch

Suppen-Basis:

  • 2 EL Tahin
  • 2 EL Reisessig
  • 2 EL Mirin
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Sojasoße
  • Chili Crisp (oder eine andere Chili-Soße)

Für das vegane Hack-Topping:

  • 250 g frisches veganes Hack
  • 1 EL Ingwer (gehackt)
  • 2 Knoblauchzehen (gehackt)
  • 1 EL Chili-Bohnen-Soße (aka Spicy Bean Sauce oder Ma Po Soße)
  • 2 EL Mirin

Für die Nudeln und Toppings:

  • circa 150 g trockene Ramen-Nudeln
  • 150 g Babyspinat
  • 100 g Mais (aus der Dose)
  • 3–4 Frühlingszwiebeln
  • Sesam
  • Chili Crisp (Chili-Knusperöl)

Zubereitung

Tipp: Wer sich für die schnelle Variante ohne das vegane Ei entscheidet, kann Schritt 1 einfach überspringen.

  1. Für das vegane Ei (optional): Für die veganen Eier Seidentofu abgießen und zusammen mit pflanzlicher Sahne, Kichererbsenmehl, Misopaste und Agar Agar glattpürieren. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Kala Namak abschmecken. Die Mischung circa 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend circa 2 EL der Mischung abnehmen und beiseitestellen. Die restliche Mischung in einen Topf geben und über kleiner bis mittlerer Hitze circa 5 Minuten erhitzen, bis sie eine dickflüssige Konsistenz bekommt und Bläschen schlägt. Vom Herd nehmen und die Mischung in die Formen füllen. Erst auf Raumtemperatur runterkühlen und dann im Kühlschrank circa 60 Minuten ruhen lassen. Bei uns hat es für vier große halbrunde Formen gereicht. Mit einem kleinen Löffel in jedes ausgekühlte „Seidentofu-Ei“ eine kleine Mulde für das „Eigelb“ formen und diesen ausgelöffelten Seidentofu-Mix noch mit zur beiseitegestellten Mischung geben. Kurkuma und geschmolzene vegane Butter dazugeben und nochmals glattpürieren. Mit Salz, Pfeffer und Kala Namak erneut abschmecken und diese gelbe Mischung in die „Eigelb“-Mulden füllen. Die Eier bis zum Servieren beiseitestellen.

  2. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Shiitake-Pilze hinzufügen. Mindestens 25 Minuten köcheln lassen.

  3. In einer Schale Tahini, Reisessig, Mirin, Zucker, Sojasoße und Chili Crisp gleichmäßig vermengen, bis eine zähflüssige Paste entsteht. Die Paste in zwei große Suppenschalen geben und beiseitestellen.

  4. Nudeln gemäß Packungsanweisung kochen. Spinat waschen und für 1 Minute in gesalzenem Wasser blanchieren. Anschließend unter kaltem Wasser abspülen. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
    Ingwer und Knoblauch fein hacken. Eine Pfanne mit Pflanzenöl erhitzen und das vegane Hack darin für etwa 5 Minuten auf mittlerer Hitze anbraten, bis es leicht gebräunt ist. Ingwer, Knoblauch, Chili-Bohnen-Paste und Mirin hinzufügen und für weitere 4–5 Minuten anbraten. Das vegane Hack beiseitestellen.

  5. Die Shiitake-Pilze aus der Brühe nehmen und die Brühe mit pflanzlicher Milch aufgießen. Erneut erhitzen, aber nicht kochen.

  6. Die gekochten Nudeln in die Suppenschalen mit der vorbereiteten Brühpaste geben und mit der Shiitake-Brühe aufgießen. Mit veganem Hack, Spinat, Frühlingszwiebeln, Mais (falls verwendet) und einem Hauch Chili Crisp servieren.

R872 - Wunschrezept: Vegane Ramen
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