Vegane Bratensoße aus Gemüse

Gegen die Unterschätzung von Saucen! Stellt euch vor, ihr sitzt am Essenstisch und schaufelt euch ordentlich leckeres Essen auf den Teller. Knödel, Gemüse, Reis, „Fleisch“ – was ihr mögt. Und dann gießt ihr die Sauce darauf und merkt: Örgs, sie schmeckt nicht. Euer ganzes Essen ist besudelt und ihr könnt nichts dagegen tun! Einen Teller ohne Sauce nehmen? Auch doof, denn dann esst ihr trockene Knödel. Ihr merkt, dass Saucen in Wirklichkeit Dreh- und Angelpunkt auf eurem Teller sind und daher solltet ihr am besten immer ein Saucen-Ass im Ärmel haben, so wie diese vegane Bratensauce!

Unsere Bratensoße ist komplett ohne Fleisch, aber trotzdem kräftig, dunkel und schön sämig – und sie passt zu allem, was ihr an gemütlichen Gerichten liebt. Ob ihr einen Nussbraten oder Seitanbraten serviert, vegane Rouladen, einen Ofen-Auflauf oder einfach „nur“ Kartoffelknödel mit Rotkohl: Diese vegane Bratensoße sorgt dafür, dass nichts trocken bleibt.

Was macht diese vegane Bratensoße besonders?

Die Basis sind ganz einfache Zutaten: Zwiebel, Knoblauch, Möhren, Lauch, Champignons, Tomatenmark, etwas Mehl, Gemüsebrühe, Rotwein, Senf, Sojasoße und ein bisschen Süße in Form von Zuckerrübensirup. Alles wird kräftig angeröstet, abgelöscht, geköchelt und dann fein passiert – so bekommt ihr eine intensive, aromatische Bratensoße aus Gemüse, die nebenbei auch noch Gemüsereste sinnvoll verwertet.

Durch Rosmarin und Lorbeer wird die Bratensoße schön würzig und „festlich“, ohne dass ihr dafür komplizierte Zutaten braucht. Das Gemüse landet übrigens nicht im Müll: Wenn ihr Kräuter und Lorbeer entfernt, könnt ihr die Reste pürieren, mit etwas pflanzlicher Milch verdünnen und habt direkt noch eine weitere Soße für den nächsten Tag.

Wie bereite ich das Rezepte alkoholfrei zu?

Wenn ihr den Rotwein nicht verwenden möchtet, könnt ihr ihn durch mehr Gemüsebrühe oder Traubensaft ersetzen und trotzdem eine richtig leckere, vegane Bratensoße ohne Alkohol kochen.

Kann man die vegane Bratensoße vorbereiten und einfrieren?

Ja, diese Bratensoße eignet sich super zum Vorkochen. Ihr könnt sie 2–3 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder in Portionen einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen. Sie dickt beim Abkühlen etwas nach; falls sie euch dann zu fest ist, einfach mit etwas Wasser oder Brühe wieder auf die gewünschte Konsistenz bringen.

Funktioniert die vegane Bratensoße auch soja- oder glutenfrei?

Sojasoße und Mehl sind hier vor allem für Würze und Bindung zuständig. Ihr könnt die Sojasoße durch eine glutenfreie Tamari-Variante ersetzen oder mit mehr Salz arbeiten. Für eine glutenfreie Version nutzt ihr zum Binden z. B. Mais- oder Kartoffelstärke statt Mehl.

Wenn es mal schnell gehen muss: Vegane Bratensoße aus dem Glas

Und für alle, die genau diese vegane Bratensoße lieben, aber an Weihnachten, Ostern oder beim Familienbesuch einfach keine Nerven haben, noch zu schnippeln und zu reduzieren: Es gibt unsere vegane Bratensoße auch fix und fertig im Glas in unserem Shop. Sie basiert ebenfalls auf Gemüse, ist gluten- und sojafrei und in wenigen Minuten heiß.

P.S.: Ob selbstgekocht oder selbstgekauft – die Soße passt übrigens super zum gebackenen Blumenkohl oder zu diesen veganen Entenkeulen.

R192 Vegane Bratensauce
R192 Vegane Bratensauce
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Vegane Bratensoße aus Gemüse

4 Portionen
30 Minuten

Zutaten

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Möhren
  • 3 Champignons
  • 150 g Lauch
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 50 ml veganer Rotwein
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Senf
  • 1 EL Sojasoße
  • 1 EL Zuckerrübensirup (oder Agavendicksaft)
  • 2 Rosmarinzweige
  • 2 Lorbeerblätter
  • Pflanzenöl zum Braten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Zubereitung

  1. Zwiebel, Knoblauch und Möhren schälen, die Champignons putzen und die äußere Lauch-Schicht entfernen. Das Gemüse in grobe Stücke schneiden.

  2. Pflanzenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und das Gemüse darin ca. 8-10 Minuten anbraten, bis es leicht geröstet ist. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

  3. Mehl und Tomatenmark hinzugeben, vermengen und weitere 1-2 Minuten anrösten. Danach mit veganem Rotwein ablöschen und Gemüsebrühe aufgießen. Senf, Sojasoße und Zuckerrübensirup einrühren und die Rosmarin-Zweige und Lorbeerblätter zur Soße geben. Alles zusammen ca. 5-10 Minuten köcheln lassen.

  4. Die Bratensoße durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf gießen und dabei das Gemüse mit Hilfe des Siebs herausfiltern. Den zweiten Topf wieder auf den Herd stellen und die Bratensoße weiterköcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz hat. Nach Wunsch mit Salz, Pfeffer, Zucker und/oder Senf abschmecken.

Die Gemüsereste müsst ihr übrigens nicht wegschmeißen. Wenn ihr Lorbeerblätter und Rosmarin entfernt, könnt ihr das ganze pürieren und mit etwas Kokos- oder Sojamilch verdünnen und schon habt ihr eine weitere Sauce!

R192 Vegane Bratensauce
R192 Vegane Bratensauce

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